Was bedeutet Doggl?


 

In den langen Wintermonaten verdienten sich früher die Bergbäuerinnen ein Zubrot. 

Mit ihren Schusterleisten gingen sie von Hof zu Hof, quartierten sich dort einige Tage ein und schneiderten für die ganze Familie Hausschuhe.

 

Damals verwendeten die "Dogglerinnen" verschlissene Kleidung, Bettwäsche oder Vorhänge, die die jeweilige Familie zusammentrug, bevor sie kam.

So diente alte Wäsche oder der aufgetragene Janker dann noch ein paar Jahre als Hausschuh.

 

Das Wort "doggln" bedeutet, dass man aus Altem etwas Neues fertigt. 

Sozusagen damaliges Recycling.

 

Daher hat der traditionelle und beliebte Hausschuh seinen Namen "Doggl".


 

Gabi Faber und Christl Bauer

 

Vor fünf Jahren sind wir auf die Idee gekommen, dass es eigentlich schade ist, wenn man "doggln" kann aber es nicht tut.

Es gibt nämlich nur mehr Wenige, die dieses traditionsreiche Handwerk beherrschen.

 


Heute verwenden wir hochwertige Stoffe.

Hier ein Querschnitt, um das Obermaterial unserer Doggln zu veranschaulichen.

 

Das Innenfutter besteht aus zwei Lagen dickem Baumwollstoff. Darüber schmiegt sich eine fluffige Schicht Walkloden aus 100 % Wolle.

 Dann kommt die geheimnisvolle Teigschicht und zuletzt nocheinmal ein dicker Walkloden, natürlich auch aus feinster 100%iger Wolle.


Eine Sache hat sich nicht geändert.

 

Der gute "Doggelpapp", ein Teig aus Roggenmehl und Wasser, dient heute noch als hervorragende Wärmeschicht und gleichzeitig als Stabilisator.

 

Der Teig hat nämlich eine unverzichtbare Eigenschaft.

Er speichert Wärme und nimmt die Feuchtigkeit vom Fuß. 

So bleiben die Füße bemerkenswert warm und schwitzen aber nicht.

 


Dem heutigem Aufschrei der Gesellschaft nach Nachhaltigkeit wird dieses traditionelle Handwerk in allen Punkten gerecht.

 

Langlebigkeit durch gute Qualität wird bei uns groß geschrieben!

 

Übrigens ist es so:

Wer einmal einen "Doggl" getragen hat, für den kommt ein anderer Hausschuh gar nicht mehr in Frage!